Unsere Geschichte

Die Freie evangelische Gemeinde Allendorf (FeG) befindet sich im schönen Ederbergland zwischen Frankenberg und ihrem Nachbarort Battenberg. Ihre Anfangszeit geht zurück auf das Jahr 1904, als Weigand Bamberger, ein ehemaliger Afrika-Missionar, in der Region des “Oberen Edertals” das Evangelium verkündete. Aus Hausversammlungen entstanden nach und nach eigenständige Gemeinden, so auch in Allendorf, Haine und Röddenau, die heute ein Predigergebiet bilden. Am 26.09.1993 wurde das neue Gemeindezentrum durch einen Festgottesdienst mit dem Bundessekretär Wolfgang Dünnebeil offiziell in Allendorf eingeweiht.

Heute hat die FeG Ederbergland 61 Mitglieder, deren Pastor seit August 2020 Torsten Happel ist. Als Gemeinde wollen wir uns neu nach Gottes Wort ausrichten. Dazu gehört eine gabenorientierte Mitarbeiterschaft und gelebter Glaube im Alltag, um Menschen mit Gottes Liebe und dem Evangelium zu erreichen. Um die Kinder- und Jugendarbeit neu zu beleben, wurde im November 2021 eine Pfadfinderarbeit ins Leben gerufen, die trotz der Pandemie gut angelaufen ist (jeden Dienstag von 16:30 bis 18:00 Uhr für Schulkinder von 6 bis 14 Jahren).

Unsere Kirchengemeinde, die Freie evangelische Gemeinde Allendorf, ist eine lebendige und wachsende Gemeinschaft von Christen, die den Glauben an Jesus Christus teilen und in ihrem Alltag leben möchten. Seit vielen Jahren sind wir Teil der Allendorfer Gemeinde und engagieren uns aktiv für die Menschen in unserer Umgebung.

Die Geschichte unserer Kirchengemeinde reicht zurück bis in die Gründungszeit der Freien evangelischen Gemeinden in Deutschland. Die Bewegung entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Antwort auf das Bedürfnis nach einer lebendigen und persönlichen Glaubenserfahrung. Auch in Allendorf bildete sich eine Gruppe von Gläubigen, die sich zusammenfand, um ihren Glauben gemeinsam zu leben und zu teilen.

Im Laufe der Jahre wuchs die Gemeinde und fand ihren Platz in Allendorf (Eder). Mit der Zeit entwickelten wir uns zu einer vielfältigen Gemeinschaft, die sich durch Offenheit, gegenseitige Unterstützung und den Wunsch auszeichnet, das Evangelium von Jesus Christus in Wort und Tat zu verkünden.

Unsere Gemeinde bietet eine Vielzahl von Aktivitäten und Angeboten für Menschen jeden Alters. Neben unseren lebendigen Gottesdiensten haben wir regelmäßige Kleingruppen, in denen sich Menschen treffen, um im Glauben zu wachsen und Gemeinschaft zu erleben. Wir legen großen Wert auf die Förderung von Familien und bieten Angebote für Kinder und Jugendliche an, wie zum Beispiel Kinderstunden und Jugendgruppen.

Darüber hinaus engagieren wir uns in diakonischer Arbeit und sozialem Engagement. Wir möchten Gottes Liebe in unserer Gemeinde und darüber hinaus sichtbar machen und den Menschen in unserer Umgebung praktische Hilfe und Unterstützung bieten.

Unsere Gemeinde ist geprägt von einer herzlichen und einladenden Atmosphäre, in der sich jeder willkommen fühlen kann, unabhängig von seinem Hintergrund oder seiner Lebenssituation. Wir glauben daran, dass jeder Mensch eine wertvolle Beziehung zu Gott haben kann und dass gemeinsames Leben im Glauben eine Quelle der Ermutigung und Stärkung ist.

Wir heißen Sie herzlich willkommen zu unseren Gottesdiensten, die jeweils sonntags um 10:00 Uhr stattfinden, mit einem parallelen Programm für Kinder.

Wir laden Sie herzlich ein, unsere Freie evangelische Gemeinde Allendorf (Eder) kennenzulernen. Entdecken Sie unsere Gottesdienste, Veranstaltungen und Angebote und erfahren Sie, wie der Glaube an Jesus Christus das Leben verändern kann.

Wir freuen uns darauf, Sie persönlich in unserer Gemeinde willkommen zu heißen und gemeinsam den Glauben zu leben.

Herrmann Heinrich Grafe | 1818-1869

FeG Geschichte

Die erste Freie evangelische Gemeinde in Deutschland wird maßgeblich durch den Wuppertaler Kaufmann Hermann Heinrich Grafe (1818 -1869) gegründet und geprägt.

Grafe lernt während eines beruflichen Aufenthaltes in Lyon die „Église évangélique libre“ kennen. Ihm wird in dieser Gemeinde die Bedeutung der freien Gnade Gottes als Mittelpunkt der christlichen Botschaft und als Ausgangspunkt für die Struktur einer Gemeinde der Glaubenden bewusst, die sich um das Abendmahl sammelt und sozial-missionarisch tätig ist.

Nach seiner Rückkehr ins Wuppertal bemüht er sich durch Mitarbeit in der Reformierten Gemeinde in Wuppertal-Elberfeld, seine Erkenntnisse wirksam werden zu lassen. Er scheitert an der volkskirchlichen Realität der Gemeinde und sieht sich mit mehreren Freunden im Gewissen gebunden, eine Gemeinde nach biblischen Kriterien zu bilden.

Die 1854 entstandene Gemeinde in Elberfeld-Barmen orientiert sich in ihrer Verfassung und ihren Ordnungen an der „Église évangélique libre“ in Genf.

Sehr bald entstehen Kontakte zu weiteren Gemeinschaftskreisen und freikirchlichen Gruppen, die sich 1874 zu einem Bund Freier evangelischer Gemeinden zusammenschließen.

Schlüsselereignisse der FeG-Geschichte

  • 1854 | Gründung der ersten FeG durch Hermann Heinrich Grafe in Wuppertal
  • 1874 | 22 Gemeinden gründen den Bund Freier evangelischer Gemeinden
  • 1887 | Friedrich Fries gründet in Witten den „Bundes-Verlag“
  • 1889 | Gründung der „Allianz-Mission“ in Wuppertal-Barmen durch Carl Polnick und Fredrik Franson
  • 1893 | Herausgabe der FeG-Zeitschrift „Der Gärtner“
  • 1896 | Gründung des Diakoniewerks „Bethanien“ in Wetter a.d. Ruhr durch Robert Kaiser
  • 1904 | Gründung der „Inland-Mission“ durch Otto Schopf
  • 1912 | Gründung des „Theologischen Seminars“ in Wuppertal-Vohwinkel
  • 1925 | Gründung der „Spar- und Kreditbank“
  • 1937 | Die landeskirchliche Gemeinschaft „Philadelphia“ (bekannt als „Holstenwall“) in Hamburg schließt sich unter der Leitung von Friedrich Heitmüller dem Bund an
  • 1938 | Gründung der Geschäftsstelle des Bundes in Witten
  • 1946 | Eröffnung des neuen „Theologischen Seminars“ in Dietzhölztal-Ewersbach
  • 1989 | Gründung der „Auslandshilfe“ durch Paul Lenz
  • 1990 | Zusammenschluss des west- und ostdeutschen Bundes in Berlin
  • 2006 | Grundsteinlegung zum Neubau der Gebäude von „Allianz-Mission“ und „Theologischem Seminar“
  • 2008 | Regionalisierung der Bundespflege mit fortan fünf Bundessekretären

Feg Literatur

Peter Strauch | Ansgar Hörsting

Typisch FeG

Glaube, Lehre, und Leben in Freien evangelischen Gemeinden

SCM Bundes-Verlag | 208 Seiten | 6,95 €

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Ansgar Hörsting | Arndt Schnepper

Das FeG-Buch

Profil und Perspektiven der Freien evangelischen Gemeinden in Deutschland

SCM Bundes-Verlag | 138 Seiten | 9,95 €

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Hartmut Weyel

Evangelisch und frei

Geschichte des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland

Aus der Reihe: Geschichte und Theologie der Freien evangelischen Gemeinden, Band 5.6
SCM Bundes-Verlag | 384 Seiten | 19,95€

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Ansgar Hörsting | Arndt Schnepper

Das FeG-Buch

Profil und Perspektiven der Freien evangelischen Gemeinden in Deutschland

SCM Bundes-Verlag | 138 Seiten | 9,95 €

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FeG Zitate

  • Wer im Geiste der Reformatoren handeln will, der mache es auch, wie sie es gemacht haben, der breche mit einer Tradition, die jede Reform ausschließt, welche sie nicht aus sich selbst gewinnt oder gewonnen hat.
    Hermann Heinrich Grafe (1818-1869)
  • Wir glauben an die Inspiration der ganzen Heiligen Schrift, aber wir glauben nicht an ein bestimmtes Inspirationsdogma. James Millard (1860-1938)
  • Gute Organisation ist die Vorbedingung jeder gedeihlichen Entwicklung. Friedrich Fries (1856-1926)
  • Wer nicht zu bestimmten Zeiten betet, der betet bald auch nicht mehr zu unbestimmten Zeiten. Eduard Wächter (1865-1947)
  • Wie das neue Jerusalem in Ewigkeit unverschlossene Tore hat (Offenbarung 21,25), so soll es ähnlich mit jeder Gemeinde des Herrn auf Erden sein: Offen für jedes Kind und Werk Gottes! Walter Hermes (1877-1935)
  • Gerettet sein gibt Rettersinn. Gustav Klein (1855-1946)
  • Unsere Gemeinden sind nicht durch das Treiben von Sonderlehren, sondern durch die oft sehr schlichte Verkündigung des Evangeliums entstanden.Karl Mosner (1899-1951)
  • Und wenn alle Kirchenväter, Reformatoren, Prediger „Nein“ sagten, und die Bibel sagt „Ja“, so gilt der letzteren Stimme, und mir gebührt´s, die Hand auf den Mund zu legen und kindlich zu glauben.Hermann Heinrich Grafe (1818-1869)
  • Eine Freie evangelische Gemeinde soll so weit sein, dass jedes Kind Gottes in ihr Platz hat und so eng, dass kein Sünder auf Dauer in ihr bleibt. Heinrich Neviandt (1827-1901)
  • Allgemeines Priestertum ist nicht allgemeines Rednertum, sondern allgemeiner Dienst im Heiligtum. Otto Schopf (1870-1913)
  • Man muss sich immer erst zusammen setzen, bevor man sich auseinandersetzt. Otto Schopf (1870-1913)
  • Gott kommt es nicht in erster Linie auf unsere Arbeit für Ihn an; sondern ihm geht es um Seine Arbeit für uns. Walter Hermes (1877-1935)
  • Ein Diener Christi soll die Bibel lesen, nicht Betrachtungen; er soll zur Quelle gehen, nicht zum Kran. Friedrich Grenner (1833-1896)
  • Wo wir das Feuer der Liebe Christi empfinden, da fragen wir nicht lange, auf welchem Herd es brennt. Hermann Heinrich Grafe (1818-1869)
  • Als wenn das, was ist, darüber entscheiden dürfte, was sein soll! Hermann Heinrich Grafe (1818-1869)
  • Ja, je mehr man über das Leben denkt, desto mehr wird man inne, dass das Leben nicht im Denken besteht. Wo sind die Weltweisen, die in ihrer  Weisheit zu Weltüberwindern werden! Hermann Heinrich Grafe (1818-1869)
  • Wer die Liebe Gottes versteht, hat den Schlüssel zu dem Glücke seines Lebens gefunden. Hermann Heinrich Grafe (1818-1869)
  • Christen sollen Salz, aber nicht Pfeffer sein. Heinrich Neviandt (1827-1901)
  • Die Siege des Reiches Gottes werden auf den Knien ausgetragen. Friedrich Grenner (1833-1896)
  • Die beste Gabe Gottes an Menschen sind Menschen. Wilhelm Wöhrle (1888-1986)
  • Je näher wir dem Heiland stehen, desto näher auch allen seinen Kindern. Heinrich Neviandt (1827-1901)

“Der Bund Freier evangelischer Gemeinden ist eine geistliche Lebens- und Dienstgemeinschaft selbstständiger Gemeinden. verbindliche grundlage für Glauben, Lehre und Leben in Gemeinde und Bund ist die Bibel, das Wort Gottes.”